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Das Wesen des Hundes



In der Hund Mensch Beziehung existiert keine soziale Rangordnung, schon allein deshalb, weil sich der Mensch nicht mit dem Hund paaren kann. Da wir aber die Ersatzeltern für unseren Hund sind, müssen wir eine Vorbildfunktion haben und soziale Kompetenz ausstrahlen. Dies tun wir nicht, in  dem wir ständig massregeln oder womöglich noch auf sie einprügeln, sondern in dem wir unseren Tieren Lebenserfahrung und Wissen vermitteln. Als Hundehalter haben wir also die Pflicht, das soziale Miteinander in den Vordergrund Ihres Zusammenlebens zu stellen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Die Position des Leittieres beinhaltet mehr Pflichten als Rechte. Darum ist dieser Job für manche Tiere auch nicht unbedingt so begehrenswert, wie es scheinen mag.
Wir sollten mit unseren Hunden in einem Familienverband leben, in dem wir das Leittier sind.

Ist ein Hund oder Mensch dominant braucht es immer zwei, einer der dominiert und der andere der sich dominieren lässt. Wollen beide das gleiche, entsteht ein Konflikt der geklärt werden muss.

Sie entscheiden im Normalfall das Tagesgeschehen, und der Hund fügt sich. Wichtig ist für Sie, wenn es um Belangloses geht, auch einmal fünf gerade sein lassen können. Bei wichtigen Dingen jedoch müssen Sie sich durchsetzen und Ihrem Hund klarmachen, dass für Sie „Nein“ auch „Nein“ bedeutet und nicht Vielleicht, Eventuell oder das müssen wir nochmals ausdiskutieren. Hunde handeln sehr konsequent und erwarten von uns, dass wir ebenso konsequent sind.  
Beispiel: Wenn der Hund einen festen Platz im Haus hat und Sie ihn dorthin schicken, er sich aber wo anders hinlegt, brauchen Sie kein grosses Theater zu machen, sondern Sie können es dabei belassen. Haben Sie mehrere Hunde und die Situation schaukelt sich mit Stellungsspielchen hoch, dann muss jeder der Hunde wissen, wo sein fester Platz ist, und Sie müssen darauf bestehen, dass auch alle Hunde ihren eigenen Platz einnehmen. So sorgen Sie im Vorfeld dafür, dass die Lage nicht eskaliert.

Sie sollten im Umgang mit Ihrem Hund
Emotionen und Gefühle zu lassen. Vorsicht jedoch vor extremer Übertreibung als Dauerzustand. Ein Emotional unstabiles Verhalten schadet dem Hund ebenso wie ein extreme Vermenschlichung. Wer glaubt, er müsse seinem Hund die Krallen lackieren und alle drei Wochen ein neues Mäntelchen kaufen übertreibt masslos und zeigt keinerlei Achtung vor der Gattung Hund.

Als Hundebesitzer sollten Sie stets bemüht sein, sowohl Ihre positive als auch Ihre negativen Gefühle in einem ausgewogenen Verhältnis zum Ausdruck zu bringen. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen und Sie von Ihrem Hund freudig begrüsst werden, dann gehört es zu Ihren ritualisierten Pflichten, dass Sie sich mit Ihrem Hund zusammen freuen. So wie das Ritual festgelegt ist. Zum Beispiel knuddeln ja, hochspringen nein. Natürlich dürfen Sie auch sauer sein und Ihr Schlitzohr Körperbetont zurecht weisen, wenn er einmal Mist gebaut hat. Sie dürfen auch mal schlecht drauf sein, solange dieser Zustand nicht dauerhaft ist. Trotz alldem muss das Bemühen des Menschen grundsätzlich darin liegen, seine Emotionen stabil zu halten und nicht zu übertreiben.

Junge Hunde beobachten sehr aufmerksam alles, was um sie herum vorgeht. So stehen Sie unter ständiger Beobachtung von zwei aufmerksamen Hundeaugen, die jede Ihrer Bewegungen verfolgt und aus Ihrem Verhalten Rückschlüsse ziehen. Somit haben Sie Starqualitäten und Vorbildfunktion für Ihren vierbeinigen Lebensgefährten. Umso wichtiger ist es, eine klare Lebensroutine zu haben, an der sich Ihr Vierbeiner orientiert, damit er Sie dann nachahmen kann.

Wenn Sie sich zu einem erwachsenen Hund einen Welpen anschaffen, lassen Sie den Kleinen beim Training des Grossen zuschauen. So wird Ihnen die Erziehung des Jungspunds später sehr viel leichter fallen. Dies gilt natürlich nicht, wenn der erwachsene Hund nicht gehorcht und dann das Nachahmen einen negativen Effekt hat. Aber das versteht sich ja von selbst.

Damit Ihr Hund die Hausregeln lernt, müssen Sie sein Verhalten sofort und Situationsbedingt korrigieren. Ausschliesslich positives Verhalten zu verstärken und negative Verhaltensweisen grundsätzlich nicht zur Kenntnis zu nehmen, wie es manchmal empfohlen wird, ist unrealistisch. Schlechtes Benehmen verflüchtigt sich nicht, die Hemmungslosigkeit nimmt zu oder der Hund handelt dauerhaft selbständig. Haben Sie keine Angst, durch eine gezielte und angepasste Verhaltenskorrektur das Vertrauen Ihres Tieres zu verlieren. Wichtig ist, dass Sie nach der Verhaltenskorrektur sofort wieder eine versöhnliche Haltung einnehmen.

Gehen Sie auch Ihren eigenen Interessen
nach, sie können nicht immer Rücksicht auf Ihren Hund nehmen. Wir dürfen auch einmal unseren eigenen Interessen und Hobbys nachgehen, auch wenn es Bello gerade nicht passt.
Verhaltenskorrekturen müssen vom Hundehalter grundsätzlich sofort, ruhig, nicht aggressiv und der Situation angemessen durchgeführt werden. Auch wenn viele Menschen körperbetonte Abbruchsignale, wie ein konkretes Fellzwicken oder Schulterstossen ablehnen, zeigen Hunde diese Verhaltensweise untereinander sehr wohl. Und das stört keinesfalls eine enge Beziehung, eher im Gegenteil, sie verläuft nach dem kurzen zurechtweisen ganz normal weiter wie zuvor.

Der Hund muss nicht immer beschäftigt
werden, es ist gerade so wichtig, dass er seine Ruhephasen hat, denn sie verschlafen zwei Drittel ihres Lebens. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Junghund genug Ruhe hat und sich an einen ruhigen Platz zurückziehen kann, wenn er es will. Manchmal müssen Sie Ihn auch zum schlafen zwingen, wie kleine überdrehte Kinder. Wenn Sie Kinder oder andere temperamentvolle Hunde im Haushalt haben, müssen auch diese Zwei- und Vierbeiner erzogen werden und klare Grenzen gesetzt bekommen, damit die jungen Tiere ausreichend Schlaf bekommen.

Kommunikation besteht aus verschiedenen Formen.
Wir nutzen visuelle, akustische, chemische und taktile (Berührungen) Kommunikationsmittel um Körpersprache und Ausdrucksverhalten zu beurteilen. Hunde kommunizieren nie über den Austausch von nur einem Signal, sondern nutzen die komplette Körpersprache in ihrem Zusammenhang. Als Hundehalter ist es wichtig, die Gesamtheit der Signale zu beurteilen. Kommunikation ist wichtig ob Mensch Mensch, Hund Hund oder Mensch Hund, Hund Mensch, um eine gegenseitige Verständigung herzustellen. Jedes Mitglied der Familie oder Gruppe lernt über die Kommunikationsrituale, wo sein Platz in der Familie ist und welche Aufgaben gerade zu verrichten sind oder eben nicht.

Die Kommunikation mit unserem Hund darf nicht nur unseren Bedürfnissen dienen, sondern soll vielmehr in unserer Mensch Hund Beziehung eine Hilfe für das Tier sein. Grundsätzlich gilt: Der Hund ist ein Nasentier und orientiert sich in erster Linie an Gerüchen. Für Sie als Hundehalter bedeutet das, dass Sie ihren Hund nicht austricksen können. Wenn Sie beispielsweise wütend sind und Bello gegenüber freundlich tun, wird er es merken, dass hier irgendetwas nicht stimmt und die Kommunikationsformen nicht zusammenpassen, weil sich Ihr Parfüm „Wütend“ durch Ihre Hautporen ausdrückt. Dasselbe gilt, wenn wir beispielsweise so tun, als hätten wir keine Angst vor einem Hund. Dieser riecht jedoch deutlich unsere Furcht durch die Ausdünstung und merkt, dass zwischen dem coolen Gehabe und dem Geruch etwas nicht stimmt. Hunde können also tatsächlich Angst riechen. Alle vier Formen der Kommunikation müssen also zusammenpassen, aufeinander abgestimmt sein und glaubhaft vermittelt werden.

Beschwichtigungssignale und Beruhigungssignale werden immer wieder verwechselt oder falsch interpretiert und verwendet. Beruhigungssignale senden ranghohe Tiere gegenüber rangniederen und gegenüber dem Nachwuchs aus, um auf diese weise zur allgemeinen Beruhigung einer Situation beizutragen. Beschwichtigungssignale die man auch als Unterwürfigkeitsbekundungen kennt, sind das genaue Gegenteil. Rangniedere senden sie gegenüber Ranghöheren aus. Das bedeutet für Sie in unerwarteten überraschenden Lebenslagen haben Sie als Hundehalter die Pflicht zur Entschärfung der Situation. Senden Sie Beruhigungssignale aus, um dem Hund anzudeuten, dass alles in Ordnung ist.
Beispiel: Sie kommen beim nächtlichen Gassi gehen um eine Ecke und es steht eine Mülltonne dort, wo früher keine war. Der Hund schreckt zurück, stellt die Nackenhaare und knurrt. Sie gehen völlig gelassen und mit neutraler Körperhaltung weiter. Ohne zu stoppen , gehen Sie auf die Mülltonne zu. Vermeiden Sie dabei, den Hund zuzulabern: Das ist nicht gefährlich oder  du brauchst keine Angst zu haben. Berühren Sie die Mülltonne und lassen Bello daran schnuppern. Jetzt weiss Ihr Hund, dass Sie die Situation im Griff haben und er sich nicht darum kümmern muss, er wäre damit überfordert. Es macht allerdings grundsätzlich wenig Sinn, als Mensch gegenüber seinem Hund Unterwerfungssignale zu vermitteln. Sie  werden von ihm einfach nicht verstanden und sind vielleicht auch noch kontraproduktiv.

Hund müssen defensive Drohsignale
(Brummen, Knurren, Lefzen heben) gegenüber anderen Hunden ausdrücken dürfen, um sich ihrer Art gemäss verständlich zu machen. Aber Vorsicht! Diese Regeln gelten hauptsächlich für Hunde, die sich kennen. Einander fremde Tiere können häufig bestimmte Zwischenstufen weglassen und direkt vom ersten Knurren zum massiven Angriff übergehen. Ganz im Gegensatz zu Hunden, die sich kennen, und die kurze Zeit später wieder miteinander kooperieren müssen, haben fremde Hunde nichts miteinander zu tun und können entsprechend schnell angreifen. Wenn Sie als Hundebesitzer Ihren Hund beschimpfen und ihm passt das nicht, darf er dies auch einmal äussern – es sei denn, er würde es offensiv tun. Momentane Unmutsäusserungen werden von Ihnen kurz und bündig ignoriert. Dann geht es ganz normal weiter.
Beispiel: Er möchte nicht gebürstet werden, er darf mal kurz Knurren oder die Lefzen hochziehen, trotzdem machen Sie ruhig und ohne Emotionen weiter.

Zu den unumstösslichen Pflichten
eines Hundehalters und Ersatzeltern gehört es, unsere Hunde zu schützen vor allem unsichere und verängstigte Vierbeiner, wenn sie in Gefahr sind.  Dies gilt sowohl bei freilaufend sich nähernden Hunden als auch bei deren Der-tut-nix-Haltern. Niemand muss es sich gefallen lassen, dass ein anderer Hund den eigenen ernsthaft angreift. Besonders im sogenannten Aussenbereich also zum Beispiel beim Gassi gehen , ist es ausschliesslich der Hundebesitzer, als Familienoberhaupt für die Sicherheit seines Tieres zuständig. Besteht Gefahr, muss er das regeln und den Hund beschützen. Auf keinen Fall darf man jetzt seinen Hund im Stich lassen. Droht Ihrem Hund also eine mögliche Gefahr durch einen anderen Hund und verhält sich Ihr Tier unsicher, so stellen Sie sich vor Ihren Hund, damit der andere nicht an ihn heran kann. Stellen Sie sich mit dem Rücken zur einer Mauer, Bank oder Gebüsch. Dann ist für Sie die Verteidigung einfacher, wenn der mögliche Angreifer Sie umkreist. Meist ist es so, dass der Hund zuerst kommt, während vom Halter noch lange nichts zu sehen ist. Treten Sie dem fremden Hund entgegen und schreien Sie ihn an: Hau ab! So klären Sie die Situation bevor der tut-nix-Halter hinterhergehechelt kommt. Gefahrenerkennung und Abwehr ist auch Ihre Pflicht im Trainingsbereich, selbst wenn der sogenannte Experte eine andere Auffassung von Erziehung hat als Sie selbst. Achten Sie nicht darauf wenn Ihnen geraten wird:/ Das müssen die untereinander ausmachen oder Da muss er durch. Das ist die dümmste Aussage die ich kenne. Das gilt auch schon in der Welpengruppe, wenn es einseitig wird oder es nicht mehr spielerisch ist. Wenn Sie Ihren Hund in einer solchen Situation alleine lassen, kann dies das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und dem Tier stören. / Haben Sie beim Training einen Experten der nur herumschreit oder Ihnen ungeduldig die Leine aus der Hand reisst, um selber den Schlaumeier zu spielen, lassen Sie sich das nicht gefallen. / Den Ratschlag, ein Hund müsse isoliert werden, damit er besser hört oder sich beruhigt, sollten Sie gar nicht beachten, so etwas ist seelisch schlecht für den Hund. Hören Sie am besten auf Ihr Bauchgefühl damit liegen Sie meistens richtig.

Im Aussenbereich, also draussen, sind wir für den Hund verantwortlich. Im Innenbereich (zu Hause) dürfen Hunde Alarm schlagen und Fremde melden. Wenn es darauf ankommt, müssen Sie als Hundehalter selbst den territorialen Schutz klären. Sie sind derjenige, der die Pflicht hat, alles zu regeln. Unterdessen dürfen Hunde sich völlig unbeschwert verhalten und spielen oder Ähnliches. Sie brauchen sich nicht mit der Gefahrenerkennung zu beschäftigen. Wenn es darauf ankommt, muss der Hundehalter selber vorausschauend den territorialen Schutz leisten.

Sie als „Ranghöchstes Tier“
können alles beanspruchen vom Hund was Sie möchten und wann immer Sie möchten, das werden Sie aber oftmals nicht tun, weil Sie in Wirklichkeit mehr Pflichten als Rechte gegenüber Ihrem Hund haben. Wenn Sie jedoch wollen, können Sie ihre Ansprüche ohne Weiteres durchsetzen. Das kann von Vorteil sein den Eigentumsanspruch durch zu setzen, wenn Ihr Hund etwas hat das er nicht haben darf, das kann etwas sein, dass ihm nicht gut tut. (Giftköder) Oder ein teurer Schuh von Frauchen.

Im Zusammenleben von Mensch und Hund
sind Jagen und Fressen eher zweitrangig. Viel wichtiger sind das gemeinsame Spiel und die gegenseitige Bekundung am sozialen Interesse. Menschen die mit Ihrem Hunden viel Körperkontakt pflegen, die ihnen Schutz und Geborgenheit vermitteln und sie vor allem am vielfältigen Alltagsgeschehen teilnehmen lassen, fördern den Gemeinschaftssinn und vermitteln dem Hund, dass er ein wichtiges Mitglied der Mensch – Hund – Gruppe ist.

Es ist Kaniden typisch
, zu stehlen oder futterneidisch zu reagieren. Deshalb empfiehlt es sich bei Mehrhundehaltung, die Futterschüsseln weit auseinander zu stellen, und dafür zu sorgen, dass jeder Hund in Ruhe fressen kann, und nicht beim Nachbarn stibitzt. Der Mensch sorgt für klare Vorgaben, indem er schon im Ansatz jeden Versuch des gegenseitigen Stehlens durch ein deutliches Nein oder ein beherzdes Wegschubsen unterbindet. Diese Regel sorgt für Ruhe und weniger Stress.

Familienhunde sind Allesfresser
. Da es eine Nahrungsprägung gibt, für Futtersorten, die man als Welpe kennenlernte, soll man von klein an variantenreich ernähren, sonst erziehen wir uns einen Hund, der wählerisch wird, besonders wenn die Nahrung auf ein bestimmtes Produkt aufgebaut ist. Darauf spekuliert die Futterindustrie. Es gibt viele verschiedene Fütterungsarten, entscheiden Sie sich für eine entspannte Ernährungsphilosophie. Dazu gehört zu Beispiel, dass Ihr Vierbeiner auch einmal Essensreste bekommt , wie es bei unseren Grosseltern noch üblich war. Für viele Hunde ist es ein besonderes Vergnügen Joghurt oder Frischkäsebecher auszulecken. Jeder Hundehalter hat die Pflicht, sich darüber zu informieren, welche Nahrungsmittel giftig sind. Wichtig, meiden Sie Süssigkeiten, Schokolade und Zwiebeln sie können im ungünstigsten Fall sogar zum Tod führen. Auch Hunde können mal einen Tag lang hungern, oder zu mindest auf den Fünfuhrnachmittags Keks verzichten.

Quelle Wölfisch für Hundehalter von Günter Bloch & Elli Radinger

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